So funktioniert eine Genossenschaft

Transparent und demokratisch.

So funktioniert eine Genossenschaft

Die Grundprinzipien einer Genossenschaft sind Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Die Genossenschaft setzt sich aus ihren Mitgliedern zusammen. Sie ist eine demokratische Unternehmensform.

Die Mitglieder einer Genossenschaft wählen alle fünf Jahre die Mitgliedervertreter in die Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung wiederum wählt die Mitglieder des Aufsichtsrates und nimmt den Lagebericht des Vorstandes sowie den Bericht des Aufsichtsrats entgegen. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und begleitet ihn in seiner Arbeit. Der Vorstand leitet die Genossenschaft.

Der Zweck der Genossenschaft ist vorrangig die Förderung der Mitglieder, indem eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung gewährleistet wird. Hierfür wird der Wohnungsbestand entsprechend den Bedürfnissen der Mitglieder angepasst und verwaltet.

Grafik: Wie funktioniert eine Genossenschaft

Genossenschaftsanteile

So werden Sie zum Miteigentümer.

Genossenschaftsanteile

Genossenschaftsanteile müssen von Mitgliedern einer Genossenschaft gezeichnet werden. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Mitgliedschaft und wird von allen Interessenten verlangt. Die Höhe der Anteile legt jede Genossenschaft selbst fest. Häufig richten sie sich nach der Größe der Wohnung.

Die Genossenschaftsanteile werden in der Regel verzinst und bei Austritt des Mitglieds zurückerstattet. Es besteht die Möglichkeit, diese bei Bedarf mit Ansprüchen der Genossenschaft gegenüber dem scheidenden Mitglied  gegenzurechnen. Die Rückerstattung der Geschäftsanteile ist in der jeweiligen Satzung geregelt.

Service

Wohnen plus!

Service

Zum zufriedenen Wohnen gehört natürlich nicht nur eine passende Wohnung. In Genossenschaften wird Wohnen durch optimalen Service noch besser.

Für uns ist es selbstverständlich, dass unsere Hausmeister und Handwerker kleine Reparaturen schnell und unbürokratisch ausführen. Und auch unsere Mitarbeiter stehen Ihnen zur Seite - zum Beispiel, wenn Sie eine andere Wohnung brauchen oder Angelegenheiten in Ihrem Haus zu regeln sind. Über diese Serviceleistungen hinaus haben unsere Genossenschaften verschiedene Dienstleistungen entwickelt, die sich nach den Bedürfnissen ihrer Mitglieder richten. Denn bei uns bestimmen die Mitglieder, wie sie wohnen wollen.

Solidarität

... so wird Wohnen richtig gut!

Solidarität

Wir Genossenschaften wollen dafür sorgen, dass unsere Mitglieder besser wohnen als andere Mieter. Bei diesem Auftrag unterstützen uns unsere Mitglieder. Denn wenn jeder seinen Beitrag leistet, dann wird Wohnen auch in Ihrer Genossenschaft richtig gut.

Bei unseren Genossenschaften gibt es vielfältige Möglichkeiten, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern genossenschaftliches Wohnen in solidarischer Nachbarschaft zu verwirklichen. Ob dies die Unterstützung eines betagten Nachbarn, die Hilfe für die junge Familie oder einfach das gemeinsam organisierte Hoffest ist - jeder Beitrag trägt zu einem angenehmen Wohnumfeld bei. Diese gelebte Nachbarschaft ist Ausdruck der bei uns bestehenden Solidarität. Sie hat die Genossenschaften seit jeher stark gemacht und ist auch heute noch der Garant für dauerhaftes sicheres Wohnen. Genossenschaftsmitglieder wissen, dass sie sich darauf verlassen können.

Mitbestimmung

Hier hat Ihre Stimme Gewicht!

Mitbestimmung

Wie das Wohnen in einer Genossenschaft aussieht, das entscheiden die Mitglieder selbst. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie sind Gemeinschaftseigentümer, deshalb haben sie gemeinsam das Sagen. Jede Stimme hat das gleiche Gewicht, denn alle Mitglieder haben die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten. In jeder Genossenschaft wählen die Mitglieder Vertreterinnen und Vertreter, damit sie die Geschäftspolitik der Genossenschaft mitbestimmen. In der jährlichen General- oder Vertreterversammlung überprüfen sie, ob Vorstand und Aufsichtsrat den genossenschaftlichen Förderauftrag erfüllt und die Geschäftspolitik im Sinne der Mitglieder ausgerichtet haben.

Darüber hinaus bieten viele Genossenschaften ihren Mitgliedern die Möglichkeit, den Wohnalltag in ihren Siedlungen gemeinsam mit den anderen Mitgliedern eigenverantwortlich zu gestalten. Wer sich hier einbringt, der entscheidet mit, was in seiner Siedlung läuft.

Sicherheit

Sicher wie Eigentum - flexibel wie Miete

Sicherheit

Wer in einer Genossenschaft Mitglied ist, wohnt sicher wie ein Eigentümer und flexibel wie ein Mieter. Als Gemeinschaftseigentümer wohnen Sie so lange in Ihrer Genossenschaftswohnung, wie Sie es wollen. Eigenbedarfskündigungen gibt es bei uns nicht. Jedes Mitglied hat mit seinem Dauernutzungsvertrag ein lebenslanges Wohnrecht in seiner Genossenschaft. Und: Eine Genossenschaftswohnung ist sicher, weil sie vor Verkauf geschützt ist. Bei unseren Genossenschaften machen einzig und allein die Mitglieder Gewinn und nicht die Aktionäre.

Brauchen Sie eine andere Wohnung - vielleicht mit einem Kinderzimmer mehr oder einem barrierefreien Zugang -, kann Ihnen Ihre Genossenschaft helfen. Denn jede Genossenschaft hat ein breites Wohnungsangebot und wird Ihnen die Wohnung anbieten können, die zu Ihrer Lebenssituation passt.

 

Gemeinsame Erklärung des VNW und des vdw Niedersachsen Bremen

Wohnungs­bau­genossen­schaften sind unverzichtbar

Wohnungsbaugenossenschaften stehen seit mehr als hundert Jahren für gemeinschaftliche Wertschöpfung und demokratische Mitbestimmung, für Stabilität, Sicherheit und Eigeninitiative. Sie stehen für menschliche Beziehungen und soziale Eingebundenheit - kurz: Sie sind unverzichtbar, wie der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen und der Verband Niedersachsen Bremen anlässlich des Norddeutschen Genossenschaftstages am 3. Juni 2021 in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Hier geht es zum vollständigen Text:

LiM Living in Metropolises SCE

Genossenschaftlich Wohnen in Metropolen.

Die am 11. Mai 2018 gegründete erste europäische Wohnungsgenossenschaft LiM Living in Metropolises SCE hat das Ziel, die zum immateriellen Welterbe der UNESCO zählende Idee und Praxis der genossenschaftlichen Rechtsform zu stärken und mit zukunftsweisenden Projekten umzusetzen.

Wohnungsgenossenschaften stehen seit fast 150 Jahren für Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Unter dem Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ wurden sie zu Pionieren auf dem Gebiet der Wohnreform.

Ergänzend zum national oder regional wirkenden Genossenschaftstypus auf dem Wohnungsmarkt zeichnet sich die LiM durch ihre europäische Kompetenz aus. Sie kann länderübergreifende Initiativen anstoßen und zugleich mit Partnerorganisationen vor Ort Bauprojekte realisieren oder auch mit Generalmietverträgen bewirtschaften. Mehr Informationen finden Sie auf der Website: https://lim-coop.eu/ueber-lim-lim-living-in-metropolises-sce/ und im Podcast.

Das Video von  Finanztip.de erklärt anschaulich, welche Wohn-, Anlagen- und Sparmöglichkeiten Wohnungsbaugenossenschaften bieten.

Es werden Mitgliedschaft und Anteile sowie eine mögliche Dividendenausschüttung erklärt und auf die Angebote der Spareinrichtungen von 48 Wohnungsbaugenossenschaften hingewiesen. Weiterhin gibt es Tipps, auf was man in den Satzungen, wie z.B. die Nachschusspflicht, achten sollte.

In Deutschland zahlen gut die Hälfte aller Wohnungsbaugenossenschaften eine Dividende auf die eingezahlten Anteile, teilweise gibt es Rückvergütungen auf die gezahlten Nutzungsentgelte, und bei den Wohnungsbaugenossenschaften mit Spareinrichtung sind Negativzinsen ausgeschlossen.

Auch wenn nicht immer eine Dividende auf Anteile gezahlt wird: Gewinne der Genossenschaften kommen dennoch den Mitgliedern zugute. Denn Gewinne werden in den Bestand, den Erhalt, in Sanierung, Modernisierung und den Neubau investiert. Außerdem ist der Service oft überdurchschnittlich gut.

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