Genossenschaftsmitglieder gestalten naturnahen PikoPark
Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG geht neuen Weg bei der Planung ihres vierten PikoParks
10.11.2025
Die Planung einer naturnahen Fläche muss nicht einsam am Schreibtisch vonstattengehen. In einer Gemeinschaftsaktion lassen sich in kurzer Zeit viele Gestaltungsideen und unterschiedlichste Wünsche für Naturerlebnisse zusammentragen. Das zeigte die Ideenwerkstatt für den neu zu planenden PikoPark in Lichterfelde Süd. Mithilfe des „Dillinger Modells“, einer partizipativen Methode, fertigten etwa zehn Genossenschaftsmitglieder unter Anleitung der Stiftung für Mensch und Umwelt kleine Modelle von ihrem Wunsch-PikoPark an. Hierzu nutzten sie Naturmaterialien wie kleine Steine, Äste, Moos, laminierte Blumen und auch Tierfiguren. Mit Letzteren konnten die Mitglieder zeigen, welche Tiere sie in ihrem neuen PikoPark am liebsten fördern möchten. „Wir finden es wichtig, unsere Mitglieder von Anfang an in den Planungsprozess einzubeziehen. Nach unserer Überzeugung stärkt diese Partizipation die Identifikation der künftigen Nutzerinnen und Nutzer mit ihrem neuen PikoPark. Das ist genossenschaftliche ‚Mitwirkung mit Wirkung‘!", betont Dirk Lausch aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Märkischen Scholle.
Das Ziel der Ideenwerkstatt war zusammenzutragen, was die Anwohner*innen in ihrem neuen Mini(N)aturpark erleben möchten. Damit soll das Interesse und die Akzeptanz für naturnah gestaltete Flächen gefördert werden. „Ich finde es gut, dass sich die Leute hier einbringen können“, meinte eine ältere Dame, während sie am Modell bastelte. Und ihre Sitznachbarin ergänzte: „Es ist gut, dass Verständnis geweckt wird, dass Natur wichtig ist. Ich hoffe, dass viele Mitbewohner das auch so sehen. Wir haben einen Sechser im Lotto, dass wir hier wohnen dürfen.“ Auch die Stiftungsleitung Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer freut sich: „Es ist immer wieder erstaunlich, wie diese Methode Nachbarn ins gemeinsame Planen bringt! Und toll, wie offen die Menschen für mehr Natur in ihrer Wohnanlage sind und sich für die Idee des PikoParks begeistern können.“
Die anderen drei bestehenden PikoParks, ebenfalls vom Naturgarten-Team der Stiftung gestaltet, befinden sich allesamt in Reinickendorf. Details: https://stiftung-mensch-umwelt.de/unsere-projekte/treffpunkte-der-vielfalt/pikoparks.html