Reise in die Vergangenheit

Hamburg wie es früher war

Reisen & Erleben · 08.12.2020

Eine Reise wert ist Hamburg natürlich immer! Doch jetzt gibt es – sobald das Reisen wieder möglich ist – noch einen Grund mehr, der Hansestadt einen Besuch abzustatten: eine Reise in die Vergangenheit mit der App Hidden Hamburg.

Hamburg wie es früher war

Zeitreisen? Gibt´s doch gar nicht! Gibt´s doch. Dank des europäischen Forschungsprojekts Public Renaissance: Urban Cultures of Public Space between Early Modern Europe and the Present können heutige Zeitgenossen Reisen in die Frühe Neuzeit unternehmen. Zum Beispiel in das frühneuzeitliche Hamburg. Mit der App Hidden Hamburg lässt sich die Hansestadt im Jahr 1686 besuchen.

Ziel des von verschiedenen europäischen Universitäten gemeinsam umgesetzten Projekts ist es, das Alltagsleben in europäischen Städten zwischen 1450 und 1700 sichtbar zu machen. Und dass das anschaulich gelingt, erlebt jeder, der sich darauf einlässt. Zeitreisende können sich mithilfe der Software auf eine Stadtführung einlassen, bei der ihnen ein einheimischer Führer kundig zur Seite steht – und zwar ein zeitgenössischer!

Unterwegs in Hamburg mit dem Kaufmann Johann

Im Fall Hamburgs ist es der Kaufmann und Papierhändler Johann, der den Touristen durch „sein“ Hamburg des späten 17. Jahrhunderts führt. Gerade zurückgekehrt von einer mehrwöchigen Reise durch die nördlichen Niederlande möchte er sich nun in seiner Heimatstadt auf den neuesten Stand bringen. Auf der Suche nach Informationen geht es gemeinsam mit Johann über Marktplätze, durch Kirchen, Kaffeehäuser und zu Zeitungsständen. Die App navigiert uns an die vorgesehenen Orte und Plätze – dies per GPS-Tracking. Praktisch, dass die alten Straßenverläufe bis auf wenige Winkel noch weitgehend erhalten sind.

Ist man nun an einem Punkt auf der Route angelangt, beginnt Johann zu berichten, wie es hier im Jahr 1686 ausgesehen hat, welchem Zweck dieses oder jenes Gebäude damals gedient hat und auch, welche – teils grausigen – Ereignisse sich hier einst abgespielt haben. Wie etwa die historisch belegte Ermordung durch Köpfen bzw. Vierteilen der Ratsmitglieder Cord Jastram und Hieronymus.

Sieben Stationen geballte Geschichte

Aber keine Angst, Inhalt der App sind nicht die frühneuzeitlichen Hinrichtungsmethoden; im Vordergrund der sieben Stationen umfassenden Stadtführung stehen Orte, an denen sich das Alltagsleben abgespielt hat. Spannend ist es zu erfahren, was aus teils heute noch existierenden Bauwerken geworden ist, wie sie sich verändert haben – und was den Lauf der Zeit nicht überstanden hat, wie zum Beispiel die Oper am Gänsemarkt, die 1763 bereits abgerissen wurde.

Die Frühe Neuzeit in Europa

Hamburg ist nicht die einzige europäische Stadt, die für einen Besuch aus der Zukunft gewappnet ist. Auch die südenglische Stadt Exeter, die niederländische Stadt Deventer, die spanische Stadt Valencia sowie das italienische Trento sind aufbereitet, weitere Städte sollen bis 2022 hinzugekommen.

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