Der Veedels-Cup der Kölner Wohnungsbaugenossenschaften

„Spielerisch“ Kinder und Genossenschaften stärken

Projekte & Aktivitäten Von Christoph Kolbe · 01.02.2018

„Das ist was für meine Omma!“ war noch eine der freundlichsten Aussagen. Vor rund 15 Jahren wollten die 27 Wohnungsbaugenossenschaften aus Köln und Umgebung wissen, wie die Kölner über Wohnungsgenossenschaften denken. Die Antworten machten schnell klar: Es braucht eine Imagekampagne. Ein zentraler Bestandteil hiervon wurde der Veedels-Cup. Das Fußballturnier für Kinder ist mittlerweile eine Institution und findet 2018 zum 13. Mal statt.

„Spielerisch“ Kinder und Genossenschaften stärken
Wir halten zusammen. Das ist bei den Fußballteams und den Genossenschaften gleich.

Von Anfang an wollten die Genossenschaften nicht nur in die eigene Zukunft investieren, sondern in die Zukunft einer immer noch zu oft vernachlässigten Gruppe: „Wir wollten etwas für die Kinder unserer Stadt tun“, erklärt Christa Kolb-Schwenk, geschäftsführender Vorstand des Spar- und Bauverein Leichlingen eG und Mitglied des 5-köpfigen genossenschaftsübergreifenden Marketing- und Planungsteams. „So entstand die Idee eines Fußballturniers, das jedes Jahr in einem der 86 Stadtteile – oder „Veedeln“, wie wir Kölner sagen – stattfinden sollte.“ Heute spielen die Jungs und Mädchen der G-, E- und F-Jugend im Wechsel einmal linksrheinisch und einmal rechtsrheinisch.

Für die Umsetzung mussten die Wohnungsgenossenschaften keine große Überzeugungsarbeit bei den Kölner Vereinen leisten. Die waren sofort von der Turnieridee begeistert, auch weil es viele attraktive Preise gibt, was bei Spielen in dieser Altersklasse eher die Ausnahme ist. Die Vereine fragen daher auch immer wieder befreundete Clubs, ob sie am Turnier teilnehmen wollen. Pro Turnier, das traditionell am 3. Oktober stattfindet, kicken inzwischen 300 bis 400 Kinder.

„Fußballteams sind wie Genossenschaften“

Die Kinder können sich nicht nur über ein perfekt organisiertes Turnier freuen, bei dem auch viele Mitarbeiter der Genossenschaften freiwillig mit anpacken und zum Gelingen beitragen. Sie werden zudem den ganzen Tag kostenlos verpflegt und gehen mit tollen Preisen nach Hause: Die Erstplatzierten gewinnen 300 Euro für die Vereinskasse, einen Pokal, T-Shirts sowie einen hochwertigen Lederball. Die Zweit- und Dritt-Platzierten erhalten 200 Euro bzw. 100 Euro. Darüber hinaus erhalten die Kinder der Siegermannschaften Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen.

Auch die Jungs und Mädchen, die nicht auf dem Siegertreppchen stehen, bekommen eine Medaille: So geht jedes Kind als Sieger nach Hause – und mit dem Wissen, was eine Genossenschaft auszeichnet: „Das Werben für die genossenschaftliche Idee kommt natürlich nicht zu kurz“, so Kolb-Schwenk: „Wir sagen den Kindern bei der Siegerehrung‚ Eure Mannschaft ist wie wir von der Genossenschaft. Wir halten zusammen. Genauso wie ihr. “Das ist unsere Imagebildung in die Zukunft.“ Darüber hinaus bekommen die Spieler der jeweils drei Siegermannschaften je ein Trikot mit dem Bauklötzchen-Logo der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland sowie dem Schriftzug Veedelscup.

„Spielerisch“ Kinder und Genossenschaften stärken
2016 war Lukas Podolski beim Veedels-Cup: Sein Sohn spielte mit.

Fragt man nach einem ganz besonderen Turnier-Moment, sagt Kolb-Schwenk: „Die Kinder stehen immer im Mittelpunkt. Aber einmal kam Lukas Podolski. Ganz privat, da sein Sohn mitspielte. Podolski blieb den ganzen Tag und hat sich bei uns über die Genossenschaften informiert. Da war was los. Die waren alle verrückt.“

In den Anfangsjahren berichteten auch regelmäßig die Regionalmedien über den Event. Heute kann sich jeder auf www.veedels-cup.de informieren. Auf der Projektwebsite können Eltern zudem Fotos ihrer Kinder kostenfrei herunterladen. Das stärkt ebenfalls die positive Wahrnehmung. Insgesamt sagen die Kölner Wohnungsbaugenossenschaften, dass sich ihr Image stark verbessert hat. Dazu hat ein Gesamtpaket an Marketingmaßnahmen beigetragen, aber das Fußballturnier im besonderen Maße.

Doch wer profitiert am meisten vom Veedels-Cup: die Kinder oder die Genossenschaften? „Wir gehen alle als Sieger vom Platz“, sagt Christa Kolb-Schwenk und lacht.

„Spielerisch“ Kinder und Genossenschaften stärken
Jedes Kind geht als Sieger vom Platz.
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