Integrationsarbeit im Quartier: Wohnungswirtschaft startet neue Plattform www.integration.wohnungswirtschaft.de

27.02.2018

Die Integration in den Quartieren ist angesichts der deutlich gestiegenen Zuwanderungszahlen in den letzten Jahren ein zentrales Thema für die Wohnungswirtschaft. Um das gemeinschaftliche Zusammenleben in Nachbarschaften zu fördern und die Integration in den Quartieren zu erleichtern, haben das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) und der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW gemeinsam mit einer syrischen Partnerorganisation ein Schulungs- und Integrationskonzept entwickelt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Multikulturelle Quartiere fordern gegenseitiges Verständnis, Offenheit und Akzeptanz. Keine leichte Aufgabe, denn interkulturelle Missverständnisse können schnell zu Spannungen und Konflikten führen. Mit ihrer neuen Initiative will die Wohnungswirtschaft für einen stärkeren Austausch und eine bessere Kommunikation sorgen. Zentrales Element ist die neue Internetseite integration.wohnungswirtschaft.de. Hier stehen ab sofort Materialien zum Download zur Verfügung, die Wohnungsunternehmen bei ihrer Integrationsarbeit unterstützen. Dazu gehören Handlungsempfehlungen für die Durchführung von Mieterworkshops sowie Informationsblätter in den Sprachen Deutsch, Arabisch und Englisch zu relevanten Themen rund ums Wohnen in Deutschland. Des Weiteren werden Best-Practice-Beispiele zur Integrationsarbeit in den Quartieren aus dem gesamten Bundesgebiet auf der Interseite veröffentlicht.

„Mit der neuen Plattform wollen wir den Austausch unter den Wohnungsunternehmen fördern. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Best-Practice-Beispiele können wertvolle Anregungen und Impulse für andere Unternehmen geben“, fasste Rüdiger Grebe, Leiter der EBZ Akademie, die Zielsetzung zusammen.

„Die Anforderungen an die Integrationsarbeit in den Wohnquartieren werden weiter zunehmen. Die Wohnungsunternehmen können nicht alle Probleme lösen, aber Vieles leisten. Mit der Plattform wollen wir Wohnungsunternehmen unterstützen, um einen systematischen Ansatz und Unterstützungsinstrumente zur Integration von neuen Mietern in den Quartieren zu entwickeln“, so Axel Gedaschko, Präsident des GdW. „Um die wachsenden Herausforderungen in den Quartieren erfolgreich bewältigen zu können, brauchen wir darüber hinaus in Deutschland ein bundesweites Zuschussprogramm für Integration“, appellierte Gedaschko an die Politik.

Ergänzend zu diesen Angeboten bietet die EBZ Akademie zudem regelmäßig Trainings für Mitarbeiter in Wohnungsunternehmen zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ an. In den Trainings werden die Teilnehmer zu Experten ausgebildet, die die typischen Herausforderungen von Migranten in ihrem Alltag, in ihrer Wohnsituation und im Quartier kennenlernen. Die Sensibilisierung für interkulturelle Kommunikation erleichtert die persönliche Kommunikation und den Umgang mit anderen Kulturen und rundet das Schulungs- und Integrationskonzept ab.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Das EBZ - Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist der europaweit größte Anbieter von Aus-, Fort- und Weiterbildungen für die Branche. Das EBZ ist eine gemeinnützige Stiftung unter der Trägerschaft des GdW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., des VdW RW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e. V. sowie des BFW Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen.

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